Konzernzentrale Deutsche Bahn

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NEWS – 18.02.15 – Die Deutsche Bahn hat sich zum jüngsten Ultimatium der GDL geäußert und der Gewerkschaft den Vorschlag unterbreitet, wieder Ruhe in die Tarifverhandlung zu bringen und zu dem tatsächlichen Verhandlungsstand vom 11. Februar zurückzukehren. DB und GDL hatten sich in der Frage, wie ein Flächentarifvertrag aussehen kann, weitestgehend angenähert und einen Vorschlag der GDL aufgegriffen.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Es gibt ein Grundkonzept, das die Handschrift der GDL trägt. Daran sollten wir anknüpfen und weitermachen. Wir haben die Kernforderung der GDL erfüllt, dabei bleibe ich. Was auf dem Tisch liegt, bietet nicht den geringsten Grund für Streiks. Verhandlungen verlaufen nicht nach dem Prinzip ‚Pistole auf die Brust‘.“ Die DB fordert die GDL auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Selbstverständlich ist die DB bereit, ein Verhandlungsprotokoll zu unterschreiben. Allerdings gebe das vorgelegte Papier der GDL nicht den Stand der gemeinsamen Verhandlungen wieder, sondern enthalte Maximalforderungen der GDL, so Weber.

Die Kernforderungen der GDL sind in mehrfacher Hinsicht erfüllt: Die GDL kann Tarifverträge für alle Berufsgruppen machen, es gibt keine Vorbedingungen und die DB stimmt einem Lösungskonzept für einen Flächentarifvertrag zu, das die GDL in der Verhandlung selbst skizziert hat.

Weber betonte, es sei Verantwortung beider Tarifvertragsparteien, Schaden vom Unternehmen und den Kunden abzuwenden und den Betriebsfrieden zu wahren. Legitimes und von der GDL anerkanntes Ziel der DB sei, konkurrierende Tarifabschlüsse zu vermeiden.
Um eine Lösung herbeizuführen, hat die DB in den vergangenen Monaten gut 15 Angebote u.a. zu fünf Prozent mehr Lohn, zusätzlichen Einstellungen oder der künftigen Tarifstruktur gemacht. Dabei ist die DB an die Grenze des wirtschaftlich und inhaltlich Machbaren gegangen. (PM)