Privatjet

Einmal im Leben im eigenen Privatjet um die Welt? Muss nicht unbedingt eine so großer „Vogel“ sein…

Einmal im Leben einen Privatjet zu fliegen ist der Traum von vielen seit Kindheitstagen und selbst für Erste-Klasse-Vielflieger bedeutet ein Privatjet das ultimative Upgrade und Luxusgut auf einer Flugreise. Privatjets, beziehungsweise in Deutschland häufiger unter der Bezeichnung Geschäftsreiseflugzeug bekannt, haben den Zweck, anstelle eines Linienflugs eingesetzt zu werden und sind seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts immer wieder verstärkt in Mode gekommen. Doch auch wenn die Anzahl an solchen Flugzeugen und die Zahl der Kunden, die sich einen solchen Flug leisten könnten, in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen ist, so bleibt der Flug in einem Privatjet eine äußerst teure und luxuriöse Angelegenheit.

Beliebte Flugzeugtypen und Betriebskosten

Privatjets, die seit den 50er Jahren entwickelt wurden, können Propellerflugzeuge sein, sind jedoch in der Regel eher zweistrahlige kleinere Düsenjets. So entwickelte William Lear Ende der 50er Jahre den ersten zweistrahligen und vollständig als Geschäftsreiseflugzeug eingesetzten Privatjet, der unter dem Namen Learjet in die Geschichte einging. Dieser Jet hatte nur vier Sitze, doch heutzutage kann die Sitzzahl bei Privatjets auch mehr als 20 betragen. Weit verbreitet und sehr beliebt sind auch verschiedene kleinere Flugzeugtypen der Cessna Citation Reihe. So ist die Citation X beispielsweise momentan der schnellste Privatjet. Aber auch deutlich größere und teilweise teurere Flugzeuge der Firmen Gulfstream Aerospace, Dassault Aviation oder auch die Challenger Reihe von Bombardier Aerospace erfreuen sich mehr und mehr an einer wachsenden Beliebtheit.

Wie in jedem Bereich, gibt es jedoch auch bei den Privatjets Ausnahmen. So werden vor allem für Regierungen mitunter auch weit größere Flugzeuge wie die Boing 747 oder gar der Airbus A380 zu Geschäftsreiseflugzeugen konvertiert, wenn auch in geringen Stückzahlen. Der Unterhalt und die Betriebskosten solcher größeren Flugzeuge sind selbstverständlich enorm. Die Betriebskosten für die deutlich kleineren Privatjets sind jedoch mitunter durchaus bezahlbar, auch für Nicht-Milliardäre. Beispielsweise wird für die beliebte Cessna Citation Reihe mit einer moderaten Reichweite circa 850 US Dollar Betriebskosten pro Flugstunde veranschlagt. Ein etwas größeres, mittleres Modell der Firma Gulfstream kostet rund 2 500 US Dollar pro Flugstunde. Um einiges größere Jets mit einem hohen Ladevolumen und einer sehr langen Reichweite können jedoch mit bis zu 6000 US Dollar pro Flugstunde ins Gewicht fallen.

Wieso es sich lohnt einen Jet zu chartern

Es ist also deutlich, wie exklusiv solche Flüge sind. Wieso also sollte man dennoch einmal im Leben ein solches Vergnügen auf sich nehmen? Nun, ein wesentlicher Grund ist bereits aufgezählt worden: Die Exklusivität und das Luxuriöse eines Privatjet-Flugs sind wesentliche Gründe, weshalb gut betuchte Kunden in einem solchen Flugzeug reisen.

Werden Privatjets zudem in einem Business-Kontext betrachtet, so wird klar, dass sie ebenfalls ein ungestörtes Reisen oder Arbeiten, wie auch Besprechungen und Konferenzen erlauben. Die meisten Privatjets sind dementsprechend gut ausgestattet in puncto Telefon, Internet, Konferenzschaltungen ect. Dies würde natürlich in einem herkömmlichen Economy-Flug nicht machbar sein und selbst in der 1. Klasse eines Linienfluges nur bedingt möglich sein.

Zahlreiche Kunden sehen auch den Zeitgewinn durch die direkten Flüge und die reduzierten Wartezeiten als klaren Vorteil, der zwar seinen Preis hat, sich aber immer häufiger für Geschäftsleute lohnt. In diesem Kontext spielen auch die Flexibilität und die durch individuelle Planung und schnelle Änderungen der Reisepläne eine gewichtige Rolle.

Einmal um die halbe Welt und wieder zurück im eigenen gecharterten Jet ist ein Traum, den sich scheinbar nur wenige leisten können. Jedoch bieten mittlerweile zahlreiche Flugunternehmen nicht nur reine Luxusflieger an. Hierbei lohnt es sich stets einen Blick in das Portfolio eines professionellen Fluganbieters zu werden und sich ein individuelles Angebot zusammenstellen zu lassen