GASTBEITRAG VON CHRISTINA BRINCH-MøLLER
Dänemark hat viele Gesichter. Lange, feinsandige Strände an der Westküste, Grossstadtflair in Kopenhagen, hügelige Endmoränenlandschaft auf Fyn. Sehens- und erlebenswert sind sie alle. Aber was gibt es Besonderes in Süddänemark zu erleben und wie dänisch ist dieser Landesteil der Heimat von Egon, Benny und Kjeld wirklich? Eine ganze Menge.
Auf den Spuren der Wikinger
„Jellingesten“ ist eine der Stätten, die sehenswert sind. Zwei Runensteinen, die heute zum Weltkulturerbe gehören, stehen für den ûbergang der haidnischen Zeit zum christlichen Mittelalter. Ein bisschen an Stonehenge erinnern die zwei alten Steine, die seit Wikingerzeiten nahe der Stadt Jelling zu bewundern sind.
Für Dänemark haben die Steine grosse Bedeutung – Dänemark wurde erstmalig im Zusammenhang mit den Steinen um 935 n.Ch. erwähnt. Damit sind diese Steine so etwas wie die Taufurkunde für das skandinavische Land. „Gorm den Gamle“, ein Wikinger, setzte den kleinen Stein seiner Frau zu Ehren. Der Stein steht für die Etablierung des Christentums in Dänemark und damit das Ende der haidnischen Zeit. Gorm den Gamle steht damit in dänischen Königreihe als erster König nach der Wikingerzeit. Der zweite Stein wurde von Harald Blåtænd zu Ehren seines Vaters Gorm den Gamle gesetzt.
Denkt man an Dänemark´s Geschichte, spielen natürlich die Wikinger eine ganz entscheidende Rolle. Aber auch in den Jahrhunderten nach den runischen Symbolen, Wikingerknoten und haidnischen Festen spielte das kleine skandinavische Land eine bedeutende Rolle auf den globalen Landkarten. Unzählige ehemalige Kolonien, wie zum Beispiel die westindischen Inseln, zeugen von der Ausbreitung der Dänen über den gesamten Globus. Ein nicht unerhebliche Rolle kam den dänischen Grenzen in Richtung Süden für Deutschland zu. Diese wurden nämlich immer wieder verschoben. Mal war das heutige dänische Kolding Teil Deutschlands, ein andermal drangen die Dänen bis Hamburg vor und stellten den heutigen Stadtteil „Altona“ unter die rot-weisse Flagge.
Interessantes über insbesondere die deutsch-dänische Geschichte findet man im Koldinghus, dem Schloss mit integriertem Museum und heutigen Wahrzeichen der dänischen Stadt, die ca. 1 Stunde nördlich von Flensburg belegen ist. Ein Schlossmuseumsbesuch verbunden mit einem Spaziergang um den schönen Schlosssee und anschliessendem Besuch der Shoppingmeile des alten dänischen Städtchens sind auf jeden Fall eine Alternative, wenn das Wetter nicht auf „Baden“ deutet. Wer mehr Shoppingtipps benötigt, findet hier einen interessanten Shoppingguide.
Sonne, Sand und Meer
Wer sich mehr für einen Strandurlaub interessiert, dem ist der Westen Dänemarks sehr zu empfehlen. Hier kommen alle Strandfans auf ihre Kosten. Allerdings nur, für die, die hinsichtlich Temperaturen und täglicher Sonnenscheindauer bereit sind, Kompromisse einzugehen. Die Sommer in Dänemark sind zwar schön, jedoch auch durchwachsen und eine Sonnenscheingarantie, wie etwa in der Türkei oder Griechenland gibt es nicht. Hvide Sande, Blå Vand und Henne Strand sind für Strandtouristen wohl das Ziel erster Wahl, wenn der Süden Dänemark´s das Ziel der Urlaubsträume sein soll.

